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Elektronik

Digitaler Produktpass für Elektronik

Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte stehen im Fokus der EU-Verordnung über Ökodesign für nachhaltige Produkte (ESPR). Künftige Regeln zum Digitalen Produktpass für Elektronik werden voraussichtlich mehr Transparenz über Energieeffizienz, Reparierbarkeit, Ersatzteilverfügbarkeit und Recyclingfähigkeit schaffen — und Reparatur, Wartung sowie Kreislaufprozesse unterstützen.

Die EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur (2024) ergänzt die ESPR — künftige DPP-Regeln können dort, wo produktspezifische Vorgaben es verlangen, ein wichtiger Kanal für Reparaturinformationen werden.

Regulatorischer Zeitplan

Mär
2021

Bestehende Ökodesign-Vorschriften für Elektronik

Energiekennzeichnung und Ökodesign-Anforderungen für Displays, Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Geräte sind bereits unter der bisherigen Ökodesign-Richtlinie in Kraft.

Jul
2024

ESPR tritt in Kraft

Verordnung (EU) 2024/1781 schafft den Rahmen für Digitale Produktpässe. Elektronik und IKT-Produkte sind als Prioritätskategorien aufgeführt.

Jul
2024

Recht-auf-Reparatur-Richtlinie verabschiedet

Richtlinie (EU) 2024/1799 stärkt Verbraucherrechte auf Reparatur. Zusammen mit produktspezifischen Vorschriften erhöht sie die Bedeutung von Ersatzteilen und Reparaturinformationen — Datenpunkte, auf die sich künftige DPP-Regeln beziehen können.

~2028
–2030

DPP für Elektronik erwartet

Delegierte Rechtsakte mit DPP-Anforderungen für Unterhaltungselektronik, IKT-Geräte und Haushaltsgeräte werden voraussichtlich zwischen 2028 und 2030 verabschiedet.

Erwartete DPP-Datenanforderungen

Energieeffizienz

Energieverbrauchsklasse, jährlicher kWh-Verbrauch und Standby-Leistungsaufnahme gemäß EU-Energiekennzeichnungsverordnungen.

Reparierbarkeitsbewertung

Reparierbarkeitsindex, Zerlegbarkeit und Verfügbarkeit von Reparaturanleitungen und Diagnosewerkzeugen.

Ersatzteile

Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Preistransparenz und Lieferzeiten, die dort zu relevanten DPP-Datenpunkten werden können, wo produktspezifische Regeln dies verlangen.

Materialzusammensetzung

Verwendete kritische Rohstoffe (Seltene Erden, Kobalt, Lithium), Deklaration gefährlicher Stoffe (REACH/RoHS-Konformität).

Software-Updates

Erwarteter Zeitraum für Software- und Sicherheitsupdates, Firmware-Verfügbarkeit und Zeitplan für das Supportende.

Recyclingfähigkeit

WEEE-Klassifizierung, Recyclinganteil, Demontageanleitungen und Hinweise zur Entsorgung am Lebensende.

Welche Produkte sind betroffen?

Die DPP-Anforderung für Elektronik wird voraussichtlich ein breites Spektrum von Verbraucher- und Profigeräten auf dem EU-Markt abdecken:

  • Smartphones und Tablets — einschließlich Zubehör und Ladegeräte (EU-einheitliche Ladegeräte-Richtlinie bereits gültig)
  • Laptops und Computer — Desktops, Notebooks, Monitore und Peripheriegeräte
  • Haushaltsgeräte — Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Öfen und Staubsauger
  • Fernseher und Displays — Fernseher, Monitore und Digital Signage
  • Server und Datenspeicher — Unternehmens-IT-Geräte mit erheblichem Energieverbrauch

Künftige Elektronikregeln im Rahmen der Verordnung werden voraussichtlich Hersteller, Importeure und Händler betreffen. Wo ein DPP vorgeschrieben wird, benötigen Produkte einen eindeutigen Identifikator, der mit dem Pass verknüpft und über den jeweils vorgeschriebenen Datenträger zugänglich gemacht wird.

Unternehmen, die bereits die EU-Energiekennzeichnung und die WEEE-Richtlinie (Elektro- und Elektronikaltgeräte) einhalten, haben einen Vorsprung, da viele der erforderlichen Daten bereits erhoben werden.

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