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Baumaterialien

Baumaterialien: DPP-Bereitschaft unter ESPR und CPR

Baumaterialien gehören nicht zur ersten Produktwelle des ESPR-Arbeitsplans. Der Sektor befindet sich jedoch nicht im reinen Beobachtungsmodus: Die verpflichtende GWP-Berichterstattung (Treibhauspotenzial) für prioritäre Bauprodukte gilt seit dem 8. Januar 2026 gem. der novellierten CPR (Verordnung (EU) 2024/3110). Parallel sieht der CPR-Arbeitsplan 2026–2029 delegierte Arbeit rund um DPP für Bauprodukte vor. Sinnvoll ist, die GWP-Konformität jetzt sicherzustellen, die breitere Datengrundlage aufzubauen und sowohl das ESPR-Prüfsignal um 2028 als auch den parallelen CPR-Pfad zu beobachten.

Regulatorischer Hinweis: Diese Seite behandelt Baumaterialien nicht als bestätigte ESPR-DPP-Erstkategorie. Sie bildet einen doppelten regulatorischen Kontext ab: ESPR-Beobachtungsliste plus separater formaler CPR-Pfad gemäß Verordnung (EU) 2024/3110. Wichtig: Verpflichtende GWP-Erklärungen für prioritäre Bauprodukte gelten seit dem 8. Januar 2026 — dies ist geltendes Recht, kein Planungssignal.

Praktischer Zeitrahmen

18. Jul 2024

ESPR tritt in Kraft

Verordnung (EU) 2024/1781 — die ESPR — tritt in Kraft und schafft den Rechtsrahmen für Digitale Produktpässe über verschiedene Produktkategorien hinweg.

28. Nov 2024

Novellierte CPR verabschiedet

Verordnung (EU) 2024/3110 — die novellierte Bauproduktenverordnung — wird verabschiedet und schafft den sektorspezifischen CPR-Rahmen für spätere DPP-bezogene delegierte Arbeit an Bauprodukten, getrennt vom ESPR-Pfad.

8. Jan 2026

GWP-Berichtspflicht in Kraft (geltendes Recht)

Verpflichtende Erklärungen zum Treibhauspotenzial (GWP) für prioritäre Bauprodukte treten gem. CPR 2024/3110 in Kraft. Dies ist die erste verbindliche Umweltberichtspflicht für den Sektor — geltendes Recht, kein Planungssignal. Weitere Umweltindikatoren folgen 2030, vollständige LCA-Berichterstattung ab 2032.

Apr 2025

ESPR-Arbeitsplan 2025–2030 veröffentlicht

Die Kommission veröffentlicht den ersten Arbeitsplan (COM(2025) 187 final) mit Anfangsprioritäten. Baumaterialien gehören nicht zur ersten Welle, bleiben aber im breiteren ESPR-Horizont.

15. Dez 2025

CPR-Arbeitsplan 2026–2029 veröffentlicht

Die Kommission veröffentlicht den CPR-Arbeitsplan 2026–2029, der ausdrücklich horizontale delegierte Rechtsakte einschließlich DPP für Bauprodukte erwähnt. Damit entsteht ein formaler paralleler Regulierungspfad.

2026–2029

Delegierte CPR-Rechtsakte in Arbeit

Der CPR-Arbeitsplan eröffnet einen mehrjährigen regulatorischen Pfad für Bauprodukte. In dieser Phase sollten Zusammensetzung, CO₂-Daten, Recyclinganteile und Lieferantennachweise für beide Regime strukturiert werden.

2028

ESPR-Zwischenüberprüfung und CPR-Meilensteine konvergieren

Die Kommission plant eine Zwischenüberprüfung des ESPR-Arbeitsplans. Delegierte CPR-Arbeiten sollten ebenfalls fortgeschritten sein. Beide Signale konvergieren und machen 2028 zum natürlichen Prüfpunkt für die DPP-Bereitschaft bei Baumaterialien.

Datenfelder mit hohem Frühwert

Zusammensetzung und deklarierte Stoffe

Stücklisten, Substanzdeklarationen und Verknüpfungen zu Sicherheitsdatenblättern oder technischen Unterlagen je Produktvariante.

CO₂-Fußabdruck und Umweltnachweise

Produktbezogene CO₂-Daten, EPD-nahe Inputs und belastbare Umweltbelege.

Chargen- und Lieferantenrückverfolgung

Chargeninformationen, Lieferantenerklärungen, Werksherkunftsbelege und Aufbewahrung von Quelldokumenten.

Zirkularität und Lebensende

Demontageanleitung, Recyclinganteile, Verwertungswege und Datenkontinuität über den gesamten Lebenszyklus.

Produktidentifikation und Variantenzuordnung

Saubere Zuordnung von Produktfamilien, Maßvarianten, Handelsreferenzen und Kennungen, die später an eine digitale Produktschicht angebunden werden können.

Installation, Haltbarkeit und Leistungsdaten

Daten, die Spezifikationsblätter, erwarteten Einsatzkontext, Haltbarkeitsangaben und nachgelagerte Handhabung mit dem richtigen Produktdatensatz verbinden.

Wer sollte zuerst handeln?

Auch ohne bestätigten delegierten Rechtsakt ist das Thema besonders relevant für:

  • Hersteller von Dämmstoffen, Platten, Verbundstoffen, Dichtstoffen, Beschichtungen und anderen dokumentationsintensiven Bauprodukten
  • Importeure und Händler, die bereits heute technische Unterlagen und Erklärungen von Nicht-EU-Lieferanten sammeln
  • Marken mit hohem Bedarf an CO₂-, Haltbarkeits- oder Recyclingnachweisen
  • Teams, die Daten für delegierte CPR-Rechtsakte vorbereiten, bevor der endgültige Text vorliegt
  • Verantwortliche für Regeltreue und Nachhaltigkeit, die beide regulatorischen Pfade parallel verfolgen müssen
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