Datum
18. Feb. 2027
Die EU hat mit der ESPR den Rechtsrahmen für Digitale Produktpässe (DPP) geschaffen. Konkrete Pflichten werden produktkategoriebasiert durch sektorspezifische Regeln, delegierte Rechtsakte und Durchführungsakte eingeführt. Sind Sie vorbereitet?
Mit ~ oder * markierte Daten sind indikativ. Die Zeitleiste unterscheidet zwischen Annahme eines Rechtsakts und Beginn der verpflichtenden Anwendung. Termine aus dem DG-GROW-Webinar sind offizielle Zeitleistenpunkte der Kommission, aber bis zur Bestätigung im einschlägigen Rechtsakt kein finales Sektorrecht.
Status
Bestätigt
3
Erste ESPR-Welle
6
Beobachtung
4
Datum
18. Feb. 2027
Annahme
~2027 *
Anwendung
~2029 *
Anwendung
~2028 / 2029 *
Anwendung
~2028 *
Anwendung
~2028 *
Anwendung
~2029 *
Datum
23. September 2029
Annahme
~2029 *
Annahme
~2028 *
Datum
1. Aug. 2030
Monitoring
Kein DPP-Datum
Monitoring
~2032
Ein Digitaler Produktpass (DPP) ist ein strukturierter digitaler Datensatz mit Informationen über Herkunft, Zusammensetzung, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit eines Produkts. Vorgeschrieben durch die EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR).
Die ESPR betrifft praktisch alle physischen Produkte, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden. Die ersten Produktgruppen und die Sektoren, die bereits beobachtet werden sollten:
Bekleidung, Schuhe und Textilerzeugnisse. Materialzusammensetzung, Pflegehinweise und CO₂-Fußabdruck-Tracking.
Mehr erfahren →Holz- und Polstermöbel. Holzzertifizierung, Haltbarkeitsbewertung und Recyclingfähigkeitsdaten.
Mehr erfahren →Matratzen werden im ersten ESPR-Arbeitsplan separat genannt. Material-, Haltbarkeits- und End-of-life-Daten sollten früh vorbereitet werden.
Mehr erfahren →Batteriepass-Pflichten beginnen ab Februar 2027 für Kategorien im Geltungsbereich der Batterieverordnung.
Mehr erfahren →Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Recht auf Reparatur, Ersatzteilverfügbarkeit und Energieeffizienz.
Mehr erfahren →Grundmetalle und Metallerzeugnisse. CO₂-Fußabdruck-Tracking, Recyclinganteil und Lieferketten-Rückverfolgbarkeit für kohlenstoffintensive Materialien.
Mehr erfahren →Bauprodukte und Baustoffe. GWP-Berichtspflichten unter CPR sind seit Januar 2026 in Kraft; DPP-Rechtsakte im CPR-Arbeitsplan 2026–2029 geplant.
Mehr erfahren →Die PPWR legt bereits Verpackungsrechtspflichten für Kennzeichnung, ausgewählte digitale Datenträger und den Ein-Datenträger-Grundsatz fest. Die DG-GROW-Zeitleiste platziert außerdem einen DPP-Meilenstein für Verpackungen 2028; für eine bestätigte DPP-Pflicht ist aber noch der einschlägige Rechtsakt erforderlich.
Mehr erfahren →Reifen sind im ersten ESPR-Arbeitsplan mit einem indikativen Zeitfenster 2027 enthalten, genaue Pflichten hängen aber noch vom delegierten Rechtsakt ab.
Mehr erfahren →Die Spielzeugsicherheitsverordnung schreibt ab 1. August 2030 einen Digitalen Produktpass für Spielzeug vor. Zusammensetzung, Sicherheitsunterlagen und Rückverfolgbarkeit erforderlich.
Mehr erfahren →Verordnung (EU) 2026/405 gilt ab dem 23. September 2029 für Waschmittel und Endnutzer-Tenside. Modellbezogener DPP, UFI, Offenlegung der Inhaltsstoffe, Nachfülllogik und Giftnotrufdaten.
Mehr erfahren →Kosmetische Mittel haben noch keine bestätigte DPP-Pflicht, benötigen aber bereits Dokumentation und Meldungen zu Rezeptur, Sicherheit, CPNP, Kennzeichnung und Marktüberwachung, die konsistent bleiben müssen.
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