Digitaler Produktpass für Möbel
Im Rahmen der ESPR müssen Möbel und Matratzen, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, ab 2030 einen Digitalen Produktpass führen. Dieser umfasst detaillierte Daten zu Materialien, Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit.
Zeitplan & wichtige Termine
ESPR-Verordnung verabschiedet
Die Verordnung schafft die rechtliche Grundlage für Digitale Produktpässe in allen Produktkategorien, einschließlich Möbel.
Delegierte Rechtsakte für Möbel erwartet
Die Europäische Kommission wird voraussichtlich die möbelspezifischen DPP-Anforderungen veröffentlichen.
DPP-Pflicht für Möbel & Matratzen
Alle Möbel und Matratzen auf dem EU-Markt müssen ab dem 1. Januar 2030 einen konformen Digitalen Produktpass führen.
Erwartete DPP-Datenanforderungen
Holzzertifizierung
FSC-, PEFC- oder gleichwertige Zertifizierung. Herkunft der Holzrohstoffe und Nachweis legaler Ernte.
Materialzusammensetzung
Vollständige Aufschlüsselung — Holzarten, Polsterstoffe, Schaumstoffe, Metalle, Klebstoffe und Beschichtungen.
Haltbarkeitsbewertung
Erwartete Produktlebensdauer, strukturelle Prüfergebnisse und Belastbarkeitsklassen für den Alltagsgebrauch.
Reparierbarkeit
Ersatzteilverfügbarkeit, Reparaturanleitungen und Reparierbarkeits-Scores für Verbraucher und Fachleute.
Recycling & Demontage
Demontageanleitung, recycelbarer Anteil und empfohlene Entsorgungsverfahren.
Chemische Substanzen
Deklaration gefährlicher Stoffe (SVHC), VOC-Emissionen und REACH-Konformität.
Wer ist betroffen?
Die Möbel-DPP-Pflicht betrifft alle Wirtschaftsakteure, die Möbelprodukte auf dem EU-Markt in Verkehr bringen:
- Möbelhersteller — verantwortlich für die Erstellung und Pflege des DPP mit korrekten Produktdaten
- Importeure — müssen sicherstellen, dass Nicht-EU-Produkte einen gültigen DPP mitführen
- Händler & Distributoren — müssen die DPP-Verfügbarkeit am Point of Sale gewährleisten
- Objektmöbel-Anbieter — auch B2B- und Gewerbemöbel fallen in den Geltungsbereich
Der Anwendungsbereich umfasst Holzmöbel, Polstermöbel, Matratzen, Büromöbel, Küchenmöbel und Gartenmöbel. Sowohl Wohn- als auch Gewerbeprodukte sind eingeschlossen.