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ESPR-Zeitplan 2026–2030: Was bestätigt ist und was indikativ bleibt

Überblick über bestätigte Fristen und indikative Zeitfenster für Batterien, Textilien, Möbel und Elektronik im ESPR-Kontext.

· 8 Min. Lesezeit · InfoDPP

Die ESPR-Uhr tickt

Die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) ist am 18. Juli 2024 in Kraft getreten. Die zentrale Frage lautet jetzt, welche Termine bereits rechtlich bestätigt sind und welche vorerst nur als indikative Signale aus dem Arbeitsplan der Kommission gelesen werden sollten.

Dieser Leitfaden bietet den vollständigen Zeitplan auf Grundlage des ersten Arbeitsplans 2025–2030, der von der Europäischen Kommission im April 2025 veröffentlicht wurde.

Wichtige Termine im Überblick

DatumMeilenstein
Juli 2024ESPR-Rahmenverordnung tritt in Kraft
Februar 2027Batteriepass gilt für Kategorien im Geltungsbereich der Batterieverordnung
2027–2028Indikatives Arbeitsplan-Fenster für Textilien
2028–2029Indikatives Arbeitsplan-Fenster für Möbel und Stahl
2029–2030Weitere Produktkategorien werden stufenweise eingeführt

Batterien: Die Vorreiter (Februar 2027)

Die EU-Batterieverordnung (2023/1542) geht der ESPR voraus und dient als Pionierfall für den DPP. Ab dem 18. Februar 2027 gelten Batteriepass-Pflichten für die Kategorien, die von dieser Verordnung erfasst sind. Der genaue Geltungsbereich sollte immer direkt im sektorspezifischen Rechtstext geprüft werden.

Was der Batterie-DPP enthalten muss

  • Identifikation des Batteriemodells
  • Erklärung zum CO₂-Fußabdruck
  • Anteil an recycelten Materialien
  • Leistungs- und Haltbarkeitsdaten
  • Informationen zu Sammlung und Recycling
  • Sorgfaltspflichtbericht zu Rohstoffen

Textilien: Die größte Auswirkung

Textilien stellen eine der größten Produktkategorien nach Volumen dar. Obwohl die genauen Termine für delegierte Rechtsakte noch nicht bestätigt sind, zielt der Arbeitsplan der Kommission auf 2027–2028 für textilspezifische Anforderungen.

Erwartete DPP-Anforderungen für Textilien

  • Materialzusammensetzung (detaillierte Aufschlüsselung)
  • Herstellungsland
  • Pflegehinweise
  • CO₂-Fußabdruck pro Einheit
  • Recyclingfähigkeits-Score
  • Chemische Substanzen (REACH-Konformität)
  • Informationen zur Haltbarkeit

Was sollten Sie jetzt tun?

  1. Prüfen Sie Ihre Produktdaten — Kennen Sie Ihre Lieferkettendetails, Materialzusammensetzungen und Ihren CO₂-Fußabdruck?
  2. Registrieren Sie sich bei GS1 — Erhalten Sie eine GTIN (Global Trade Item Number) für jedes Produkt. Dies wird der Standard-Identifikator im DPP.
  3. Wählen Sie eine DPP-Plattform — Self-Service-Lösungen wie OriginPass ermöglichen die Erstellung konformer Pässe in Minuten, nicht Monaten.
  4. Starten Sie mit einem Pilotprojekt — Beginnen Sie mit einer Produktlinie. Erstellen Sie einen DPP, drucken Sie QR-Codes auf Etiketten, testen Sie die Verbrauchererfahrung.

Warten Sie nicht auf die Durchsetzung

Unternehmen, die frühzeitig beginnen, profitieren von:

  • Wettbewerbsvorteil — nachhaltigkeitsbewusste Einkäufer bevorzugen transparente Marken
  • Reibungsloserer Compliance — kein Last-Minute-Stress, wenn Fristen nahen
  • Schutz vor Anbieterabhängigkeit — frühe Wahl bedeutet Flexibilität, späte Wahl bedeutet Zeitdruck

Offizielle Quellen


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