Reifen: Früh auf das ESPR-Fenster für den delegierten Rechtsakt vorbereiten
Reifen werden im ersten ESPR-Arbeitsplan als finale Produktgruppe mit einem indikativen Zeitfenster um 2027 genannt. Das bedeutet noch nicht, dass das vollständige Regelwerk bereits feststeht. Es bedeutet aber, dass Hersteller und Importeure strukturierte Daten zu Produkt, Rezyklierbarkeit und Rückverfolgbarkeit jetzt vorbereiten sollten.
Meilensteine des Arbeitsplans
Reifen im ersten Arbeitsplan enthalten
Die Kommission führt Reifen als priorisierte finale Produktgruppe im ESPR-Arbeitsplan 2025–2030.
Vorbereitung und Konsultationen
Im Fokus dürften Rezyklierbarkeit, Recyclinganteile, End-of-life-Risiken und die Gestaltung des Produktdatensatzes stehen.
Indikatives Zeitfenster für die Annahme
Der aktuelle Arbeitsplan verweist auf 2027 als indikatives Zeitfenster für Reifenmaßnahmen, vorbehaltlich des delegierten Rechtsakts.
Bereits jetzt sinnvolle Vorbereitungsbereiche
Modell- und Variantendaten
Handelsmodell, Dimensionsspezifikationen und Mapping von Produktfamilien.
Materialien und Zirkularität
Nachweise zu Zusammensetzung, Recyclinganteilen, Rezyklierbarkeit und runderneuerungsbezogenen Daten.
Leistung und Haltbarkeit
Dokumentation zu Leistungsparametern, Nutzungsdauer und produktbezogenen Eigenschaften.
Lieferkette und Lebensende
Lieferantenerklärungen, Verwertungswege und Unterlagen zum Umgang mit Altreifen.
Wer sollte zuerst starten?
Die höchste Vorbereitungspriorität haben:
- Reifenhersteller mit Vertrieb im EU-Markt
- Importeure und Private-Label-Anbieter mit externen Produktionspartnern
- Unternehmen mit bestehender Reifenkennzeichnung, Umwelt- oder Produktdokumentation
- Teams, die steigenden Druck bei Rezyklierbarkeit und Recyclinganteilen erwarten